Die Menschheit, jahrhundertelang eine höchst heterogene Einheit, ist vor wenigen Jahren, quasi über Nacht, ein homogener Organismus geworden. Eine Handvoll Computernerds hat mit der Entwicklung des Internets vollendet, was die Rationalisten im 18. Jahrhundert auf den Weg gebracht hatten: den Zusammenschluss des Menschengeschlechts in einem weltumspannenden, Wissen verarbeitenden Apparat. In… mehr
Nach Monaten einsamen Schaffens melde ich mich zurück auf dem Großmarkt des Halbwissens und der Meinungsmoden. Mein neues Angebot heißt „Les Jeux Sont Fait“ und ist ein recyceltes Abfallprodukt der Arbeit an meinen jüngst fertiggestellten Buch „Maxine oder Das Reh der Erkenntnis“. Im Essay – und im Buch – geht… mehr
Wenn wir die Globalisierung als ein Spiel ansehen, in dem es Gewinner und Verlierer gibt, ist das zunächst einmal nicht böse, sondern sachlich gemeint. Wir stellen ganz einfach fest, dass beispielsweise nicht alle Erdenbewohner gleichermaßen von der Entgrenzung der Finanzmärkte profitieren oder nicht alle Völker den gleichen Nutzen aus der… mehr
Am 20. Juni feierte der geniale Kopf der Beach Boys seinen achtzigsten Geburtstag. Ich gratuliere mit einem Beitrag über den Klassiker „Heroes and Villains“. Zu der bereits 2013 verfassten Interpretation noch ein paar Vorbemerkungen: Die meisten klassischen Popsongs bleiben, was sie sind, auch wenn die Industrie alle paar Jahre ein… mehr
Paul Williams liebte den Song über alles. In „Rock And Roll: The 100 Best Singles“ schrieb der im März 2013 verstorbene Musikjournalist: „,Heroes and Villains‘ klingt wie ein reißender Wildbach. Es klingt so, wie wir die Natur hören, sehen, riechen und schmecken, wenn wir uns in sie hineinbegeben und uns… mehr
Ästhetik (von griechisch aísthēsis, Wahrnehmung, Empfindung) war bis zum 19. Jahrhundert vor allem die Lehre von der Schönheit in Natur und Kunst. Unter den Begriff fällt aber auch das Nachdenken über die Wahrnehmung als solche. Das Ergebnis meines Nachdenkens über dieses Thema können Sie in den fünf folgenden Beiträgen lesen: Vom Eindruck,… mehr
Wenn ich etwas Bestimmtes wahrnehme, zum Beispiel einen Stern am Nachthimmel, einen Flötenton in der Stille oder einen leichten Benzingeruch im Auto, dann sind es zwar meistens die vor den jeweiligen Kulissen sich abzeichnenden Figuren, die mich beschäftigen, doch bleiben die Hintergründe für die Deutung des wahrgenommenen Phänomens von Belang.… mehr
Im landläufigen Sinne ist Wahrnehmung der »Prozess und das Ergebnis der Informationsgewinnung und -verarbeitung von Reizen der Umwelt«. Genauer gesagt geht es um das »Filtern und Zusammenführen von Teil-Informationen zu subjektiv sinnvollen Gesamteindrücken«. Die Eindrücke werden »laufend mit den als innere Vorstellungswelt gespeicherten Konstruken oder Schemata abgeglichen.« Diese aus dem… mehr
Wenn sie lediglich der Orientierung in der Umwelt dient, ist Wahrnehmung ein flüchtiges Geschehen, das sich mit dem Verfertigen gröbster Gesamteindrücke begnügt, die oftmals noch nicht einmal ins Bewusstsein gelangen. Jederzeit kann dieses flüchtige Geschehen jedoch einen Halt finden an Ganzheiten, die aus irgendeinem Grund (Gefahr, Liebreiz, Interesse) intensiver wahrgenommen… mehr
Schwarzafrikaner unterscheiden sich allein aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe extrem von den hellhäutigen Menschen, deren Physiognomien mir seit meiner Kindheit vertraut sind. Hinzu kommen, je nach Herkunft des Schwarzen, mehr oder weniger ausgeprägte negroide Züge, die seine Physiognomie unter Umständen noch fremdartiger wirken lassen. Wenn solch ein Mensch nun Französisch oder… mehr